Gruppe "Soziale Medien"

Schülerbericht:

Projekttage „WIR! pflegen im Landkreis!“


Rund 92 Schüler und Schülerinnen arbeiten in drei Tagen an der Imagekampagne „WIR! pflegen im Landkreis!“ um die Lücke des Personalmangel gar nicht erst aufkommen zu lassen und die Pflege im positiven Licht stehen zu lassen. Denn Sie ist positiv!


Die Schüler sind in kleine Gruppen aufgeteilt und erarbeiten unter anderem zu Themen wie, „Mit diesem Klischee möchte ich aufräumen“ oder „Meine Gründe für die Berufswahl“ Videos, Plakate und Beiträge für soziale Medien. So soll aufgezeigt werden, dass der Pflegeberuf alles andere als negativ ist.

Im Folgenden können Sie die Ergebnisse sehen, die WIR! für sozialen Medien gestaltet haben.

Wir, alle Schüler und Schülerinnen der Schulen St. Franziskus, St. Pius-Stift und der BBS am Museumsdorf bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit und freuen uns auf die Premiere am 12.12.2017.

Nachgefragt ?!?! WIR! auf der Suche nach Antworten!

Nachgefragt - das haben wir für unsere Interviews getan. Zuerst haben wir uns überlegt, welche Fragen wir stellen wollen und haben anschließend Personen gesucht die uns Rede und Antwort stehen.

Viel Spaß beim Lesen unserer Interviews.

Interview mit...

... einer Schülerin (19 Jahre) aus der Pflege

Wie heißt du und wie alt bist du?
Ich heiße Swantje und bin 19 Jahre alt.


Welche Ausbildung absolvierst du zurzeit und wo?
Ich mache zurzeit die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der St. Franziskus  Schule in Cloppenburg. Meinen praktischen Einsatz absolviere ich in Vechta.


Warum hast du dich für diesen Bereich entschieden?
Ich habe vorher im Rettungsdienst gearbeitet. Irgendwann hat mir das aber nicht mehr gereicht, die Leute zwar ins Krankenhaus zu bringen aber nicht zu wissen, was danach geschieht. Ich wollte mehr Einblick in den Krankenhausalltag bekommen. Die verschiedenen Stationen und die Möglichkeiten in diesem Beruf.


Entspricht die Ausbildung deinen Erwartungen und gefällt sie dir?
Ja. Die Vielfalt und die Möglichkeiten in diesem Beruf sind sehr gut und wirklich spannend.


Was wünschst du dir von deinem zukünftigen Arbeitgeber?
Er sollte sympathisch sein und Verständnis für seine Mitarbeiter haben. Ein Mitspracherecht beim Dienstplan wäre schön.


Willst du nach der Ausbildung in diesem Beruf weiterarbeiten?
Ja in einem Fachbereich der für mich passt. Es gibt viele verschiedene Stationen, man muss für sich das passende finden.


Willst du dich nach der Ausbildung weiterbilden?
Ja auf jeden Fall. Man muss so viel mitnehmen wie es geht. Man lernt nie aus.


Was ist dir in deinem Alltag im Beruf wichtig?
Besonders wichtig ist mir das Betriebsklima innerhalb der Einrichtung. Wenn man ein gutes Team hat macht die Arbeit viel mehr Spaß und man geht gerne zur Arbeit. Zudem ist man leistungsfähiger und engagierter.

 

... einer Schülerin (18 Jahre) aus der Pflege

Wie heißt du und wie alt bist du?
Ich heiße Jenny und bin 18 Jahre alt.


Welche Ausbildung absolvierst du?
Ich mache die Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin an der Berufsfachschule St. Pius-Stift Cloppenburg.


Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Weil ich gerne Menschen auf ihren letzten Weg begleiten möchte.


Entspricht die Ausbildung deinen Erwartungen und gefällt sie dir?
Ja, sie entspricht meinen Erwartungen. Die Ausbildung ist sehr fordernd und macht viel Spaß.


Was wünscht du dir von deinem zukünftigen Arbeitgeber?
Ich wünsche mir gute Arbeitsbedingungen und das der Arbeitgeber mir ein gutes Team bieten kann.


Willst du nach der Ausbildung in diesem Bereich weiterarbeiten?
Ja, ich möchte in diesem Bereich weiter arbeiten.


Willst du dich nach der Ausbildung weiterbilden?
Ja, ich möchte mich im Bereich „Palliativ“ spezialisieren.

... einer 61- Jährigen Frührentnerin, ehemalige Erzieherin

Was stellen Sie sich allgemein unter dem Begriff "Pflege" vor?
Ich stelle mir vor, dass jeder so versorgt ist, dass er alleine zurechtkommt, dass er keine Schmerzen hat und dass er sich wohlfühlt, sowohl physisch als auch psychisch.

Der Pflegeberuf hat einen negativen Ruf in der Gesellschaft und was halten Sie davon?
Es ist ein ganz wichtiger und verantwortungsvoller Beruf, der sehr hoch angesehen sein sollte. Also für mich steht der Beruf ganz hoch.

Welche Aufgaben haben die Pflegekräfte täglich auf der Arbeit? Welche Tätigkeiten führen die Pflegekräfte aus?
Die körperliche Pflege, also waschen, anziehen helfen, beim Essen helfen, je nachdem was der Patient braucht.

Was hätten Sie denn getan, wenn Sie Angehörige hätten, die pflegebedürftig wären? Würden Sie die auch selber pflegen können?
Ich habe das schon mal gemacht. Mein Mann, der schon verstorben ist, den habe ich selber gepflegt. Ich konnte es nachher körperlich nicht mehr alleine, weil er groß und schwer war und deswegen habe ich mir dann Hilfe vom Sozialdienst geholt. Das kann man und muss man auch nicht alleine schaffen.

Haben Sie sich schon Gedanken über die Zukunft gemacht? Haben Sie Wünsche, wie Sie später selber gepflegt werden möchten?
Am liebsten gar nicht. Wenn es geht würde ich so lange wie möglich zu Hause leben, aber wenn es gar nicht mehr geht, dann müssen die Kinder halt. Ich habe auch schon alles geregelt. Einer meiner drei Söhne ist dann für mich zuständig, mit Absprache der anderen Kinder.


Dankeschön!

 

... einem 45-jährigen Beamten in der Cloppenburger Innenstadt

Was stellen Sie sich allgemein unter dem Begriff "Pflege" vor?
Oh schwierig. Ich stell mir grundsätzlich darunter vor, wenn ich nicht in der Lage bin, mich um mich selber zu kümmern, dass mich jemand an die Hand nimmt und mir bei Dingen, die ich alltäglich nicht mehr leisten kann eben halt unterstützt.


Nur physisch oder spielt auch das psychische eine Rolle?
Grundsätzlich würde ich erst mal von physisch ausgehen. Psychisch würd ich wahrscheinlich ja dann nicht mehr so mitkriegen.


Was halten Sie denn allgemein von Pflegeberufen?
Ich halte Pflegeberufe für sehr anspruchsvoll und grundsätzlich unterbewertet und da unsere Gesellschaft immer älter wird, können wir da eigentlich nicht genug Leute ausbilden, das ist in unserm eigenen Interesse.


Was würden Sie denn tun wenn Sie selber Angehörige hätten, die pflegebedürftig wären? Es wird ja oft gesagt "Pflegen kann jeder". Würden Sie Ihre Angehörigen auch selber pflegen?
Also, mitnichten. Ich habe das in meinem Leben auch schon kennen gelernt, dass eben Angehörige pflegebedürftig wurden und da ist man oft sehr alleine, da ist man froh wenn man jemanden hat, der einen unterstützt, der einem auch zur Hand geht, der auch Erfahrungswerte hat. Das sind keine Allerweltstätigkeiten und klar das ist so von althergebracht, früher in der Familie hat man sich da gegenseitig "zu Tode gepflegt", ist halt der althergebrachte Spruch.  Aber die moderne Gesellschaft mit ihren ganzen Single-Haushalten gibt das nicht mehr her. Wir haben keine Mehrgenerationen-Haushalte mehr und insofern sehe ich das, ja, als  problematisch an.


Haben Sie selber bestimmte Wünsche, wenn Sie selber später gepflegt werden müssten?
Ich wünsche mir natürlich erstmal, dass ich nicht pflegebedürftig werde, wie jeder Mensch. Im Ganzen ist das ein sehr harter  Job  und was ich mir dabei wünsche ist, dass die Menschlichkeit dabei nicht verloren geht. Also, dass ein zwischenmenschliches Niveau halt noch da ist und das können viele Pflegekräfte auch teilweise heute nicht mehr bewerkstelligen, weil einfach die zeitlichen Rahmenbedingungen so eng gesteckt sind, dass da einfach Stress aufkommt und für sowas einfach keine Zeit mehr bleibt. Und dass würd ich mir eigentlich wünschen, wenn ich das tatsächlich mal haben sollte, auch jemand der sagt: "5 Minuten so jetzt sind wir soweit und sonst so?".


Also auch genug Personal?
Ja genau, genug Personal

 

Gruppenarbeit mit Sandro Pe´

WIR! haben gemeinsam mit Sandro Pe´ verschiedene Plakate für Facebook erstellt.

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