Betriebe-Tour in Holdorf 2026
Gegen Ende Mai verwandelte sich Holdorf in eine Plattform für unkonventionelle Karrierewege. Unter dem Leitgedanken „Begegnung statt Bewerbungsmappe“ ging eine wegweisende Initiative an den Start, um Menschen mit Migrations- und Fluchtbiografie neue berufliche Horizonte in der Region zu eröffnen. Dahinter steht eine tatkräftige Allianz regionaler Institutionen: Die Agentur für Arbeit Vechta, das Jobcenter Vechta, die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Vechta, die Handwerkskammer Oldenburg, die Landwirtschaftskammer sowie die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft im Oldenburger Münsterland bündelten ihre Kräfte, um diese „Betriebe Tour“ auf die Beine zu stellen. Insgesamt 21 Interessierte nutzten die Gelegenheit, um hiesige Arbeitgeber in einer ungezwungenen Atmosphäre kennenzulernen – ganz ohne das starre Korsett eines formellen Selektionsverfahrens, dafür aber reich an direkten Dialogen und praxisnahen Einblicken in verschiedene Branchen.
Vom Gastgewerbe über die Pflege zum Catering: Drei Stationen, viele Chancen
Der erste Wegweiser führte die Gruppe in das traditionsgeladene Hotel „Zur Post“. Inhaberin Kathrin Böckmann gewöhnte die Teilnehmenden an den lebendigen Alltag der Hotelbranche und Gastronomie. Sie hob hervor, wie elementar ein verlässliches und motiviertes Team sei:
Die Sprache kann bei der Arbeit erlernt und weiterentwickelt werden, aber Offenheit, Empathie und Arbeitswille muss jede Person mitbringen.
Genau diesen Impuls nahm auch die zweite Station auf, die Pflegeeinrichtung „Reisener Pflege – As to Huus“. Einrichtungsleiter Volker Wördemann verdeutlichte nachdrücklich, wie dringend helfende Hände gesucht werden. Er ermutigte insbesondere Quereinsteiger, den Schritt in die Pflegebranche zu wagen, da das nötige Fachwissen problemlos in kleinen Etappen im Arbeitsalltag erlernt werden könne.
Als dritter Programmpunkt präsentierte sich das Unternehmen CUROM im modernen Bürgerhaus. Der Catering-Spezialist informierte die Gruppe über sein Tätigkeitsfeld und stellte flexible Arbeitszeitmodelle vor.
Barrieren abbauen, Zukunft sichern
Die durchweg positive Resonanz der Teilnehmenden unterstreicht den Wert dieses neuartigen Ansatzes. Der unkomplizierte, persönliche Austausch baute Berührungsängste ab und zeigte greifbare berufliche Zukunftsperspektiven auf. Angesichts dieses erfolgreichen Auftakts sind bereits Folgetermine in Vorbereitung, um noch mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte den Weg in den regionalen Arbeitsmarkt ebnen zu können.